Thomas DTW Thomas DTW Serpollet DTW Serpollet DTW Daimler Motorwagen Daimler Motorwagen bay. MCCi bay. MCCi württ. Kittel DTW württ. Kittel DTW Stoltz DTW Stoltz DTW Home Home Entwicklung Entwicklung Länderbahn Länderbahn DRG bis 1930 DRG bis 1930 DRG ab 1932 DRG ab 1932 SVT SVT VS / VB VS / VB Literatur Literatur Links Links Impressum Impressum
Motorwagen Bauart "Daimler" Dai 1 der Kgl. Sächs. Stb. (Epoche 1) Die Daimler-Motorwagen 1883 gelang Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach in Cannstatt der Durchbruch mit dem Bau des ersten schnelllaufenden Benzinmotors. Zwei Jahre später  tauchten  die ersten motorisierten Straßenfahrzeuge auf. Daimler und Maybach versuchten früh, ebenfalls die Anwendung ihrer Motoren bei Schienenfahrzeugen  nachzuweisen. So wurde bereits im Sommer 1887 durch diese persönlich die erste, durch einen Verbrennungsmotor angetriebene viersitzige Draisine in Esslingen  vorgestellt. 1890 beauftragte die Firma Krupp die Maschinenfabrik Esslingen sowie die Daimler Motorengesellschaft, ein motorisiertes Bereisungsfahrzeug zu  liefern. Dieses Fahrzeug stand über mehrere Jahrzehnte im Dienst, die Versuche mit diesem Triebwagen wurden Seitens der KWStE mit großer Aufmerksamkeit  verfolgt.   Daraufhin wurde der KWStE von Daimler 1893 ein umgebauter Straßenbahnwagen für die 21 km lange Strecke Saulgau - Riedlingen für Betriebsversuche zur  Verfügung gestellt. 1896 lieferte die Motorenwerke Cannstatt  zusammen mit der Maschinenfabrik Esslingen auf eigene Initiative einen weiteren Motorwagen.  Dieses Fahrzeug verfügte über einen Radstand von 2,8 m, einen 14 PS-Benzinmotor und war für 32 Fahrgäste vorgesehen. Bei der KWStB erhielt dieses Fahrzeug  die Bezeichnung BW 1. Dieses Fahrzeug stand als Versuchsfahrzeug unter hohen Druck, sollte es sich mit den angekündigten Serpollet-Dampftriebwagen   messen. So wurde bereits mit Auslieferung des BW 1 ein verbessertes Fahrzeug angekündigt und 1899 geliefert. Das als BW 2 gelieferte Fahrzeug war offizielles  Versuchsfahrzeug der KWStE, verfügte über ein 20 PS-Benzinmotor und war für 38 Fahrgäste ausgelegt.   Nach mehreren Umbauten sowie Sammlung von Betriebserfahrungen wurde von der KWStE 1901 die Lieferung von weiteren drei Triebwagen (BW 3 - 5) in Auftrag  gegeben. Diese mit fünf Fenstern je Seite ausgestatteten Triebwagen waren mit einem 30 PS-Benzinmotor ausgerüstet, erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von  50 km/h und verfügten über 44 Sitz- sowie 12 Stehplätze. Nach Fertigstellung der württembergischen Triebwagen zerstörte 1903 ein Brand die Fertigungsstätten der  Cannstatter Motorenwerke, schränkte deren Fertigungsmöglichkeiten über Monate ein. Ungeachtet dessen konnten neben den vorhandenen fünf Triebwagen der  KWStE (BW 1 - 5) jeweils ein Fahrzeug an die SBB sowie die Österreichische, Ungarische Staatsbahn geliefert werden, ein Triebwagen für die Sächsische  Staatsbahn befand sich im Bau. Die Daimler-Motorwagen gelten als die ersten streckentüchtigen Triebwagen im öffentlichen Verkehr. Das Vorbild Der zweiachsige Triebwagen Dai 1 der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn wurde im Gegensatz zu den anderen Daimler-Motorwagen in der Waggonfabrik  Werdau erbaut und 1904 ausgeliefert. Baugleich mit den in der Maschinenfabrik Esslingen entstandenen Triebwagen verfügte der jedoch über eine Pufferbohle mit  einer Zug- und Stoßvorrichtung. Diese war auf Grund der geringen Motorleistung jedoch nicht für den Betrieb mit Beiwagen vorgesehen.   Der Motor ragte mittig in den Fahrgastraum und war mit einer Haube abgedeckt. Gestartet wurde der Vierzylindermotor mit Benzin, während des Betriebs wurde  Spiritus als Brennstoff verwendet. Über den Einsatz des Fahrzeuges liegen keine genaueren Angaben vor, bis 1922 wurde es in den Bestandslisten geführt und  danach ausgemustert.          sächs. Dai 1       Foto: Daimler AG, Archive                   Das Modell Zeichnungen der Daimler-Motorwagen als Vorlage zum Nachbau finden sich in antiquarischer sowie zeitgenössischen Nachschlagewerken.  Inwieweit diese, in  Details unterschiedlichen Zeichnungen das Vorbild exakt wiedergeben, lässt sich nur an Hand von Vorbildfotos feststellen.  Waren bislang in Abhandlungen über den Dai 1 der Kgl. Sächs. Stb. keine Fotos des Daimler-Motorwagen abgebildet, fanden sich diese dann -  kurioserweise - in "Kittel-Dampftriebwagen" von W. Willhaus  (EK-Verlag, 2008)  Der auf den Vorbildfotos der Daimler-Motorwagen sehr gut erkennbare zierliche, an Leiterrahmen von Straßenfahrzeugen angelehnte Fahrzeugrahmen reizte zum  Nachbau dieses Triebwagens. Da bereits- einige Triebwagen der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn in der Sammlung vertreten sind, wurde statt der in  größerer Stückzahl der bei der KWStE vorhandenen Triebwagen (BW 3 - 5) als Vorbild für das Modell der sächs. Dai 1 gewählt. Das Modell dieses Daimler-  Motorwagens entstand im Eigenbau, das Gehäuse sowie das Fahrwerk in Messingbauweise. Der Antrieb des Modells erfolgt durch einen Einachsantrieb aus dem  Hause sb.                   sb-Einachsantrieb mit “Verkleidung Motor und Getriebe”, der Fahrzeugrahmen mit Anbauten sowie Gehäusegrundplatte mit Einstiegsstufen  Das Gehäuse aus Messingblech, entstand das Dach des Triebwagens unter der Verwendung zweier Dächer der Windbergwagen von  Piko. Die Zurüstteile stamm-  ten von verschiedenen Kleinserienherstellern bzw. mußten der Epoche wegen selbst gefertigt werden.                  Die Hauptbaugruppen des Gehäuses, noch ohne Zurüstteile  Wie schon beim Thomas DTW wurden bei Lackierung sowie Beschriftung des Modells der Königlich Sächsische Staatseisenbahn auf die Angaben der Homepage  über die  Württembergische Staatseisenbahnen unter Anstrich und Bezeichnungen der Länderbahnen zurück gegriffen. Die Beschriftung des Triebwagens wurde  aus Sätzen von Ostmodell zusammengestellt, die Wagennummer als “Emailschild” muss noch gefertigt und angebracht werden.   sächs. Dai 1 (Eigenbau) Technische Daten der Triebwagen Betriebsnummer Länderbahn Dai 1 Beschaffungsjahr 1904 Achsanordnung 1 A LüP              (mm) 12 300 Lieferfirma Wagenteil Waggonfabrik Werdau        Motor Daimler        Getriebe Sitzplätze 2./3./4. Kl - / 44 / - Dienstmasse, unbes.    (t) 16,4 Antrieb Bauart Ottomotor Dauerleistung          (kW/PS) 22 / 30   Leistungsübertragung mechanisch Geschwindigkeit           (km/h) 40 Modell  Hersteller Eigenbau Ein Beiwagen für den Daimler-Motorwagen? Wie zuvor beschrieben, entstand das Dach des Triebwagens aus zwei Dächern der Windbergwagen. Bereits zu diesem Zeitpunkt fiel eine recht  starke Ähnlichkeit  der Wagenkästen des Daimler-Motorwagens sowie der Windbergwagen auf. Mit Kompromissbereitschaft wäre ein Bau des 4-fenstrigen BW 2 oder auch aus 2  Windbergwagen der BW 3 - 5 der KWStB bzw. des Dai 1 der Kgl. Sächs. Stb. möglich. Im Gegensatz zum  Modell des benzolmechanischen Versuchstriebwagens   (VT 717) sollte beim  Dai 1 dieser Weg nicht beschritten werden.  Links Wagenkasten des sächs. Dai 1 (Rohbau), rechts Wagenkasten des Windbergwagens (Piko) Jedoch wirkt der Windbergwagen wie ein extra für den Daimler-Motorwagen beschaffter Beiwagen. So wurde trotz der bekannt geringen Motorleistung des Dai 1,  die einen Beiwagenbetrieb nicht zuließ sowie der ebenso bekannten Tatsache, dass die Windbergwagen nur auf der gleichnamigen Windbergbahn verkehrten, ein  Modell des Windbergwagens einem Beiwagen angepasst. Sowohl der Dai 1 als auch der Windbergwagen erhielten an der Kuppelseite gefederte Puffer sowie der  Wagen eine abgefederte, bewegliche Kupplung. Rechts der Windbergwagen (Piko), Epoche 1 der Kgl. Sächs. Stb. (noch nicht zugerüstet), nach 1912 erhielten die Fahrzeuge anstelle der gegossenen sächs. Krone als Hoheitszeichen das sächs. Wappen
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pr. AT 1 pr. AT 1 pr. AT 3 pr. AT 3 (sä.) 9015 (sä.) 9015 pr. V.T.2 pr. V.T.2 bad. Kittel DTW bad. Kittel DTW sä. DET sä. DET AEG Vorführwagen AEG Vorführwagen T2 MFWE T2 MFWE Daimler Motorwagen Daimler Motorwagen