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Zweiachsiger   benzolmechanischer   Versuchstriebwagen   der   Gothaer   Waggonfabrik,   späterer VT 717 Oldenburg (Epoche 2)  Das Vorbild Unter den auf der Eisenbahntechnischen Ausstellung 1924 in Seddin vorgestellten Triebwagen befand sich ein 2-achsiger, 12 Meter langer benzolmechanischer  Versuchstriebwagen der Gothaer Waggonfabrik. Bei den Triebwagen der Bauart “Gotha” wurde die gesamte Maschinenanlage in einem Hilfsrahmen gelagert, der  über einen gummigedämpften Zwischenrahmen unterhalb des Fahrgestelles an den Längsträgern befestigt war.        Gothaer Versuchstriebwagen         Aus “Glasers Annalen für Gewerbe und Bauwesen”, Berlin 1924        Mehrere der auf der Eisenbahntechnischen Ausstellung ausgestellte Triebwagen wurden von der Reichsbahn erprobt, der Versuchstriebwagen der Gothaer  Waggonfabrik lief im Rahmen eines umfangreichen Erprobungsbetriebes im Raum Thüringen. Im Abschluss dieser Probefahrten wird in zahlreichen Abhandlungen  angeführt, dass die benzolmechanischen Triebwagen im Gegensatz zu dem dieselmechanischen Triebwagen, dem späteren VT 851 von der DRG nicht  übernommen wurden. Jedoch bestellte die DRG 1925 bei der Gothaer Waggonfabrik vier benzolmechanische Triebwagen, unter den Betriebsnummern 709 - 712  wurden diese eingereiht. Mit der Anordnung doppelflügliger Türen an den Wagenenden sowie eingezogener Türen in der Wagenmitte entsprachen diese dem Auf-  bau der von Sächsischen Waggonfabrik Werdau gelieferten Triebwagen 705 - 708, zudem waren die Kühler bei den VT 709 - 712 im Gegensatz zum Versuchs-  triebwagen auf dem Dach anstelle unter dem Fahrgestell angeordnet. Der Versuchstriebwagen wurde 1926 der Westfälischen Landes-Eisenbahnen (WLE) zusammen mit einem weiteren Probetriebwagen Nr. 106 zum Kauf angeboten.  Im Juni 1927 der WLE dann von Seiten der Gothaer Waggonfabrik aber mitgeteilt, dass mittlerweile diesen Triebwagen die "Reichsbahn durch Herrn Oberbaurat  Breuer käuflich erworben" hat. Nach Kurz in "Triebwagen der DeutschenReichsbahn" wurde 1928 dieser Triebwagen unter der Bezeichnung VT 717 in der Rbd  Oldenburg zusammen mit den dort bereits beheimateten VT 709 - 712 eingesetzt. Noch vor 1932 wurde dieser an die Firma Maybach zur Erprobung eines neuen  Getriebes verliehen. Im  "Merkbuch für Fahrzeuge der Reichsbahn",  Ausgabe 1932  findet sich die Skizze dieses Triebwagens dann als (geplanter) DT 16 (I) wieder,  wobei in anderen Literaturquellen als Ausgangsfahrzeug für den Umbau in den DT 16  der ebenfalls aus Gotha stammende VT 710 (späterer VT 820 nach Umbau  auf Dieselmotor) angeführt ist. Verwirklicht wurde dieser Umbau nicht, der DT 16 (II) entstand 1933 als Neubau bei Wegmann. Später erfolgte die Zweitbesetzung  der Betriebsnummer 717 durch einen 1932 von der TAG-LHB gelieferten Leichtbau-Benzin-Triebwagen (späterer 133 000).              Das Modell Die Wagenkästen der Gothaer Triebwagen entstanden nach den Grundsätzen der Reisezugwagen der DRG. Diese Verwandtschaft nutzend, wurde auf einer H0-  Anlage der frühen DRG-Zeit (meb 12/84) ein Modell des 14 Meter langen Probetriebwagens Nr. 106 der Gothaer Waggonfabrik vorgestellt. Wagenkasten sowie  Dach des Triebwagens eng an die zu dieser Zeit erbauten “Hechte” angelehnt, entstand vorgenanntes Triebwagenmodell als Umbau aus einem Roco-Wagen. Leider ist zum Verbleib des Probetriebwagens Nr. 106 nicht viel nachzulesen. Trotz eines recht einfachen Umbaus sollte jedoch kein Modell wie auf dem Foto mit einer  fiktiven Reichsbahnbeschriftung entstehen.          Aus "Modelleisenbahner" 12/1984, Foto: Albrecht              Ebenfalls diese “Verwandschaft” nutzend, sollte ein Modell des 12 Meter langen Gothaer Versuchstriebwagen in Ausführung als VT 717 der DRG (wenn auch mit  Fragezeichen) als Umbau aus selbigen Ausgangsmodell entstehen. Da Bilder von diesem Triebwagen nur aus schräger Perspektive sowie einige Grundmaße  vorliegen, ist ein 100% exakter Nachbau nicht möglich. Weitere Maße lassen sich aus Zeichnungen des Probetriebwagens Nr. 106 in einem Prospekt (S. 32 - 35)  entnehmen. Mit möglichst geringen Aufwand sollte bei Einhaltung der Grundabmessungen ein dem Vorbild weitestgehend entsprechendes Modell des Versuchstriebwagen von  1924 als Umbau aus einem Roco-Hecht entstehen. Bis auf wenige Teile konnte Dach, Wagenkasten sowie Fahrwerk vollständig aus den Teilen des Modells  aufgebaut werden. Aus den Wagenenden des Hechtes wurden die Türen herausgetrennt und neu mit dem gekürzten Wagenmittelteil verklebt. Die Stirnwände ließen  sich nicht aus dem Wagenkasten gewinnen und mussten aus Kunststoff neu erstellt werden. Die nach unten gewölbten Dachenden entstanden aus den einge-  zogenen, angepassten Dachenden.     Wagenkasten, Mittelteil aus dem Roco-Hecht mit angesetzten Türen, Dach aus Teilen des Roco-Modells  Wagenkasten unlackiert, mit Zurüstteilen  Aus dem Fahrwerk entstand aus dem Mittelteil des Roco-Modells. Die sich verjüngenden Endstücke des Fahrwerks, ebenso die Pufferbohle entstanden aus Kunst-  stoff (evergrenn-Profil). Durchbrüche nehmen den Einachsantrieb (Günther) sowie Achslager für den Laufradsatz auf.          Fahrwerkansicht von unten, mittig Stromabnahmefedern sowie Nachbildung des Hilfsrahmens für die Antriebsanlage.  Die Zurüstteile stammen teils von Weinert, teils von pmt, einige wurden selbst angefertigt. Die Beschriftung wurde von Ostmodell angefertigt. Durch diese Bauweise  ist ein Nachbau des Modells auch für Anfänger geeignet.   Versuchstriebwagen der Gothaer Waggonfabrik als späterer VT 717 (Eigenbau) Technische Daten der Triebwagen Bezeichnung Gothaer Versuchs-Tw bei der DRG (1928) VT 717 Beschaffungsjahr 1924 Gattungsbezeichnung CDtrvT       Achsanordnung A 1 LüP              (mm) 12 000 Lieferfirma Wagenteil Gotha  1) Motor NAG    2) Getriebe Gotha Sitzplätze 3./4. Kl 24 / 18 Dienstmasse, unbes.   (t) 17 Antrieb Bauart Benzol Dauerleistung     (kW/PS) 55 / 75   Steuerung elektromagnetisch (AEG) Leistungsübertragung mechanisch Geschwindigkeit           (km/h) 45 / 60 Modell  Hersteller Eigenbau 1) Gotha   Gothaer Waggonfabrik AG, Gotha   2) NAG   Nationale Automobil-Gesellschaft,   Berlin-Oberschöneweide
DRG bis 1930
VT 717  VT 717 VT 137 520 VT 137 520 VT 754 VT 754 VT 710 VT 710 VT 715 / 716 VT 715 / 716 VT 856 VT 856 AT 591 / 592 AT 591 / 592 VT 708 VT 708 VT 804 VT 804 VT 757 VT 757 VT 814 / 815 VT 814 / 815 VT 865 VT 865 VT 10 002 VT 10 002 VT 717  VT 717