Thomas DTW Thomas DTW Serpollet DTW Serpollet DTW Daimler Motorwagen Daimler Motorwagen bay. MCCi bay. MCCi württ. Kittel DTW württ. Kittel DTW Stoltz DTW Stoltz DTW Home Home Entwicklung Entwicklung Länderbahn Länderbahn DRG bis 1930 DRG bis 1930 DRG ab 1932 DRG ab 1932 SVT SVT VS / VB VS / VB Literatur Literatur Links Links Impressum Impressum
Akkumulatortriebwagen 1753 der KPEV (Epoche 1)  Das Vorbild Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts waren bei den Länderbahnen die Vorteile des E-Motors als Fahrzeugantrieb deutlich geworden. Im weitverzweigten  Streckennetz mit geringer Verkehrsdichte sollte auf die Zuführung der elektrischen Energie über Fahrleitung oder Stromschiene verzichtet werden, Ausweg hoffte  man in elektrischen Akkumulatoren zu finden. Recht erfolgreich wurden bei der Pfälzischen Eisenbahn ab 1894 schmalspurige, ab 1897 regelspurige Akku-  Triebwagen eingesetzt. Die Preußisch-Hessischen Staatseisenbahn hingegen entschloss sich hingegen erst 1906 zum Bau derartiger Fahrzeuge. Obwohl die im  Raum Berlin ansässige Industrie zum Bau von Akku-Triebwagen in der Lage war, kam es aus verschiedenen Gründen zu keinen Auftrag. So wurden unter Leitung  des Geheimen Baurates Wittfeld 5 Fahrzeuge in der bahneigenen Hauptwerkstatt Tempelhof erbaut.   Diese entstanden als Umbau aus 3-achsigen Abteilwagen nach dem Musterblatt I 18 a/b, die Führerstände wurden wie Bremserhäuser beiderseits vor den Wagen-  kästen. Die Akkumulatoren wurden wie bei den meisten Fahrzeugen dieser Zeit unterhalb der Sitzbänke angeordnet. Wartung, Pflege sowie Reparatur der Akku-  mulatoren übernahm für 5 Jahre der Hersteller AFA (Berlin) und wurde von der Bahn nach Kilometerleistung vergütet. Angetrieben wurde das Fahrzeug über zwei  auf die Endachsen wirkende Hauptstrommotoren. Die Fahrzeuge erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und eine Reichweite von 60 km. Trotz  erheblichen Widerstände wurden die Akku-Triebwagen 1907 fertiggestellt und auf der Strecke Osthofen-Bodenheim erprobt.   Die Fahrzeuge erhielten zunächst die Nummern 1751 - 1755, gelangten in Mainz auf den Strecken Rüsselsheim sowie Oppenheim bzw. Ingelheim zum Einsatz. Ab  1910 wurden sie als Gattung pr. AT 1 mit den Nummern 201 - 205 bezeichnet. 1920 wurden 2 Fahrzeuge an eine Privatbahn verkauft, dort auf Oberleitungsbetrieb  umgebaut und bis in die 60er Jahre eingesetzt. Die anderen 3 Fahrzeuge wurden bei der DRG Anfang der 40er Jahre ausgemustert.   Das Modell Zeichnungen des Akkutriebwagens als Vorlage zum Nachbau finden sich in zeitgenössischen sowie in aktuellen Nachschlagewerken.  Grundlage für den Nachbau  dieses Triebwagens war ein Beitrag aus der Reihe “Fahrzeugarchiv” im “Modelleisenbahner” 12/89 mit Zeichnungen des Fahrzeuges im Maßstab 1:43,5 aus  mehreren Perspektiven. Darüber hinaus existieren neben zeitgenössischen Fotos auch Abbildungen aus “jüngerer Zeit”, wurden noch bis in die 60er Jahre einige  Fahrzeuge, auf Oberleitungsbetrieb, ansonsten äußerlich nicht weiter verändert bei Privatbahnen eingesetz  Entstanden ist das Modell des AT 1 wie beim Vorbild als Umbau, dabei wurde beim des Bau des Modells auf die Abteilwagen für den Berliner Vorortverkehr  zurückgegriffen. Diese wurden von Roco 1987 als Sonderserie aufgelegt, wodurch sich der Aufwand für den Umbau in Grenzen hält. Dabei mußte das Fahrwerk  verlängert und der Einachsantrieb von sb eingepaßt werden.                      Fahrwerk mit eingepassten Antrieb, links sowie rechts Verlängerung (Pfeile)  Die Führerhäuser, in ihrer Bauart und Anbringung Bremserhäusern jener Zeit ähnlich, wurden aus Messingblech gefertigt. In gleicher Bauweise wurden die auf dem  Dach angeordneten Anfahr- und Bremswiderstände gefertigt.                     Modell vor der Lackierung, einige Zurüstteile wurden erst danach angebracht  Wegen der vorhandenen schwarzen Zierlinien am Ausgangsmodell wurde am Triebwagenmodell nur eine Teillackierung durchgeführt. Die geätzte Beschriftung  stammte von Beckert, die angeschriebene Beschriftung wurde aus Sätzen von Ostmodell zusammengestellt. Ein Kleinserienmodell des pr. AT 1 wurde 1987 durch Günther angekündigt, offensichtlich jedoch nicht aufgelegt. Dafür wurde auf der Nürnberger Spielwarenmesse  2014 von Westmodel für den pr. AT1 ein Umbausatz auf Basis des Roco-Wagens bzw. ein Fertigmodell angekündigt. Bei diesem Modell hat man jedoch die seitlich  am Oberlichtaufbau angebrachten Lüfter der Bauart Wendler der Stadtbahnwagen belassen. Ebenso auf dem Oberlichtaufbau die Oberteile der Gasbeleuchtung,  die beim Vorbild wegen der Gefahr einer Knallgasexplosion gegen eine elektrische Beleuchtung ausgetauscht wurde. An den Wagenkästen fehlen die seitlich neben den Türen angebrachten Rohrtrompeten zur Belüftung der unter den Sitzen angebrachten Batterietröge.  AT 1 (Eigenbau) Technische Daten der Triebwagen Betriebsnummer Länderbahn, 1751 - 1755 bei der DRG ab 1910 AT 201 - 205 Beschaffungsjahr 1907 Gattungsbezeichnung AT 1 Achsanordnung A 1 A LüP                              (mm) 12 200 Lieferfirma Wagenteil Hauptwerkstatt Tempelhof  1) Sitzplätze 2./3./4. Kl - / 60 / - Dienstmasse, unbes.    (t) 33,5 Antrieb Bauart 2 / Elektromotor Dauerleistung           (kW/PS) 74 / 100   Leistungsübertragung elektrisch Elektrische Ausrüstung   2) SSW, AFA Geschwindigkeit            (km/h) 45 Reichweite                     (km) 60 / 100 Modell  Hersteller Eigenbau   1)  Umbau   2)  SSW Siemens-Schuckert-Werke GmbH, Berlin
Länderbahn
pr. AT 1 pr. AT 1 pr. AT 3 pr. AT 3 (sä.) 9015 (sä.) 9015 pr. V.T.2 pr. V.T.2 bad. Kittel DTW bad. Kittel DTW sä. DET sä. DET AEG Vorführwagen AEG Vorführwagen T2 MFWE T2 MFWE pr. AT 1 pr. AT 1