Home Home Entwicklung Entwicklung Länderbahn Länderbahn DRG bis 1930 DRG bis 1930 DRG ab 1932 DRG ab 1932 SVT SVT VS / VB VS / VB Literatur Literatur Links Links Impressum Impressum Thomas DTW Thomas DTW Serpollet DTW Serpollet DTW Daimler Motorwagen Daimler Motorwagen bay. MCCi bay. MCCi württ. Kittel DTW württ. Kittel DTW Stoltz DTW Stoltz DTW
Serpollet-Dampftriebwagen  DW 8 der KWStE  (Epoche 1)  Der Serpollet-Dampferzeuger Ende des 19. jahrhunderts wurde von Hernri Serpollet ein Dampferzeuger entworfen, bei dem in einem Schrankraum in ein erhitztes Rohrsystem Wasser  eingespritzt und damit Dampf erzeugt wurde. Dabei wurde nur die jeweils für den nächsten Arbeitsschritt erforderliche Wassermenge eingespritzt, so dass trotz einer  sehr hohen Druckentwicklung von dieser Anlage keinerlei Betriebsgefahr ausging. Vorteil dieses Bauart: - kurze Vorbereitungszeit (Vorheizen)  - einfache Bedienung - reduzierter Personalaufwand - günstiges spezifisches Leistungsgewicht Eingesetzt wurde der Dampferzeuger von den Brüdern Serpollet in Straßenfahrzeugen sowie bei Straßenbahnfahrzeugen in Paris. Der erfolgreiche Einsatz bei der  Pariser Straßenbahn erregte in der Bahnwelt hohe Aufmerksamkeit. So wurde 1895 von der KWStE der Bau eines Dampftriebwagens in Auftrag gegeben, der bei der “Societe Serpollet” (Frankreich) gefertigt wurde. Zur besseren  Wärmeregulierung beim “weniger rhythmischen” Bahnbetrieb schlug Serpollet  den Einsatz von flüssigen Brennstoffen vor, aus Kostengründen bestand die KWStE  jedoch auf Kohlefeuerung. Die Probefahrten im Jahr 1897 stellten die Leistungsfähigkeit unter Beweis, zeigte aber auch Mängel auf. Bei Fahrtunterbrechungen ohne  Wassereinspritzung verzogen sich die Rohre und wurden undicht. Die achsgesteuerte Wasserpumpe war bei Steigungsfahrten nicht in der Lage, ausreichend  Wasser einzuspritzen, so dass zusätzlich die Handpumpe genutzt werden mußte. Zudem beeinflusste die Beschaffenheit des Speisewassers erheblich die Leis-  tungsfähigkeit des Triebwagens. Nach einigen Verbesserungen lief der Triebwagen ohne wesentliche Störungen, der Betrieb im Zweischichtbetrieb führt jedoch zu  einem übermäßigen Verschleiß der Feuerraum-Ausmauerung. Der Kesselstein in den Rohren, teils nur mit 2...3 mm Querschnitt mußte in recht kurzen Abständen (6 bis 10 Betriebstage) ausgewaschen werden, darüber hinaus  war aller 3 Monate die Ausmauerung des Schrankraumes zu erneuern. Wurden dem Fahrzeugen mit Serpollet-Dampferzeuger anfänglich angesichts seiner Vorzüge eine Zukunft im Fahrzeugbau vorhergesagt (Guillerry in “Handbuch  über Triebwagen für Eisenbahnen”, 1908), schrieb Guillery 10 Jahre später im “Ergänzungsheft”:   “Der besonders eigenartige, von Serpollet in hartnäckiger Verfolgung eines in der Studienzeit gefaßten Gedankens entworfene und früher vielfach für Eisen-  bahntriebwagen benutzte Kessel mit besonders schneller Verdampfung ist mittlerweile vollständig aus dem Eisenbahnbetrieb verschwunden.” Das Vorbild Nach der Lieferung und Erprobung des in Frankreich erbauten Serpollet-DTW  DW 1  wurden zwischen 1900 - 03  in Esslingen sechs weitere Fahrzeuge (DW 2 - 7)  für die KWStE erbaut. Dabei wurden die vereinbahrten Liefertermine erheblich überschritten, offensichtlich flossen bereits Erfahrungen mit dem DW 1 als  Änderungen beim Bau ein. Neben den genannten Fahrzeugen wurde in Esslingen je ein Dampftriebwagen für die BadStB, die Kgl. Sächs. Stb. sowie die NOB  (Schweiz) gebaut.  Ausgeführt war der Serpolett-DTW als 2-achsiges Fahrzeug. Auf einem genieteten, stähleren Untergestell befand sich ein mit Blech verkleideter Wagenkasten. An  einem Ende war der Führerstand mit dem Dampferzeuger angeordent, ihm folgte der Fahrgastgroßraum. Der Zugang zum Fahrgastraum erfolgte durch den am  anderen Wagenende liegenden, seitlich offenen Einstiegsraum. Der Antrieb erfolgte auf die unter dem Führerstand angeordnete Treibachse über außen angeordnete Zylinder und einer Heusingersteuerung. Die Kohlevorräte  wurden im Führerstand mitgeführt, der Wasservorrat befand sich in einem unter dem Wagenboden angebrachten Behälter. Trotz der Nachbesserungen beim DW 1 sowie Berücksichtigungen der Erfahrungen beim Bau der DW 2 - 7 konnten die Dampftriebwagen im Betrieb nicht über-  zeugen. Auch von anderen Bahnen mit Serpollet-Dampftriebwagen kamen keine positiven Meldungen. Deshalb wurde vom Maschinenmeister der KWStB der nach  ihm benannte Kittel-Kessel entworfen. Zu Vergleichszwecken wurde ein Kittel-Kessel in den DW 6 eingebaut, der sich dem Serpollet-Dampferzeuger überlegen  erwies. Nach dem DW 6 erhielten auch die anderen Dampftriebwagen der KWStE Kittel-Kessel. Von den sechs in Esslingen erbauten Fahrzeugen wurde DW 6 als  DT 12 sowie DW 7 als DT 14 von der DRG übernommen.  Der Schweizer Serpollet-Dampftriebwagen wurde 1906 von der NOB wegen Mängel außer Betrieb gesetzt. Dieses Fahrzeug von Von der UeBB erworben wurde  dieses Fahrzeug ebenfalls in Esslingen auf Kittel-Kessel umgebaut. Bei der UeBB stand das Fahrzeug bis 1948 im Betrieb. 1974 äußerlich aufgearbeitet, wurde das Fahrzeug 1980 betriebsfähig hergerichtet.  Das Modell Die SMF (Sondermodellfabrik/Schweiz) stellte Eisenbahnmodelle in Kleinserie, hergestellt in Messingätzweise her. 1983 wurde ein Modell des Serpollet-Dampftrieb- wagens aufgelegt, als Vorbild für die Modelle diente der noch betriebsfähige Dampftriebwagen der UeBB. Ende der 80er Jahre wurde bei SMF die Fertigung von  Modellbahnen eingestellt, Modelle sind zuweilen aus 2.ter Hand zu erwerben. Von der Firma Born (Schweiz) wurde das Modell nochmals 1999/2000 aufgelegt.  Dabei konnte auf Teile der SMF-Produktion zurückgeriffen werden, die Gußteile wurden neu angefertigt, das Fahrwerk neu konstriert. Gefertigt wurden bei Born  Varianten der UeBB (Epoche 2/3) sowie der SBB-Historic (UeBB / Epoche 4/5).  Neben der Modellausführung der UeBB waren von SMF auch Ausführungen als Dampftriebwagen der KWStE sowie der DRG im Programm. Diese stellen den  Bauzustand mit Kittel-Kessel dar, darüber hinaus wird der Zustand des Schweizer Fahrzeuges nach einer Neubeblechung sowie mit neuen Fenstern (ohne Rahmen) im Jahr 1936 wiedergegeben. Die Serpollet-Dampftriebwagen bei der KWStE wiesen die Bezeichnung DW 1 bis 7 auf, die bei dem Modell verwendete Bezeichnung DW 8 erhielt bereits der erste  in Esslingen hergestellten Dampftriebwagen mit Kittel-Kessel. Die Kittel-Dampftriebwagen aus Esslingen verfügten entsprechend des württemb. Farbschema über  eine rotbraune Farbgebung, für die Serpollet-Triebwagen ist der Farbton hingegen nicht bekannt.                   Serpollet-Dampftriebwagen der KWStE (SMF), Bauzustand mit Kittel-Kessel  Ein erworbenes Modell in Wechselstromausführung wurde auf 2-Leiter Gleichstromausführung umgebaut. Der nicht mehr benötigte Fahrtrichtungsumschalter  machte Platz für eine Inneneinrichtung des Fahrgastraumes. In dem Zusammenhang mit diesem Umbau wurde das das Modell in den Lieferzustand mit Serpolett-  Dampferzeuger rückgebaut, erhielt ein neues Dach mit geänderten Aufbau sowie eine Nachbildung des Dampferzeugers im Führerraum. Auf eine Korrektur der  Triebwagenbezeichnung wurde bei diesem Kleinserienmodell verzichtet, die Änderungen so durchgeführt, dass diese rückgängig gemacht werden können. Verpackt ist der Triebwagen in einem sehr stabil ausgeführten Karton mit einer ausgeformten Schaumstoffeinlage. Bei längerer Aufbewahrung sollte der Triebwagen immer wieder kontrolliert werden, es wurden schon Modelle gleichen Herstellers gesichtet, bei denen sich der Schaumstoff untrennbar mit dem Lack des Modells  verbunden hatte.          Fahrtrichtungsumschalter               Dach mit Oberteil des Kittel-Kessel              Nachbildung Kittel-Kessel          3-poliger Bemo-Motor       Inneneinrichtung Fahrgastraum               Dach mit Abdeckung Serpollet-Dampferzeuger  Serpollet-Dampferzeuger         Antrieb durch Maxon-Motor Serpollet-Dampftriebwagen DW 8 der KWStE (SMF), Rückbau in Ursprungszustand mit Serpollet-Dampferzeuger  Technische Daten der Triebwagen         1) Betriebsnummer Länderbahn, DW 2 - 7                              DRG DT 12, 14 Beschaffungsjahr 1900 - 03 Gattungsbezeichnung DidT Achsanordnung A 1 LüP    (mm) 10 960 Lieferfirma Wagenteil Esslingen Sitzplätze 4. Kl 40 Dienstmasse, unbes.   (t) 20,8     Antrieb Bauart Dampfmaschine Dauerleistung 59 / 80           Steuerung  Heusinger Geschwindigkeit          (km/h) 60 v / 50 r Modell  Hersteller SMF Bestellnummer C 317 1)  nach Umbau Kittel-Kessel Und das Modell mit Tauschgehäuse (Originalzustand SMF) als DT 12 der DRG nach Umbau auf Kittel-Dampfkessel. Dampftriebwagen DT 12 Stuttgart der DRG (SMF), im Umbauzustand auf Kittel-Dampfkessel  
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