Home Home Entwicklung Entwicklung Länderbahn Länderbahn DRG bis 1930 DRG bis 1930 DRG ab 1932 DRG ab 1932 SVT SVT VS / VB VS / VB Literatur Literatur Links Links Impressum Impressum
Vierachsiger dieselmechanischer Triebwagen VT 856 (Epoche 3), 857 (Epoche 2)  Waggonfabrik Wismar Die Anfänge der Waggonfabrik reichen bis 1894 zurück, anfänglich wurden hauptsächlich Personen- und Güterwagen für die MFFE produziert. Ab 1918 gab es  Kontakte zu Maybach-Motorenbau Friedrichshafen, die mit der Entwicklung eines schnelllaufenden Dieselmotors begonnen hatten. 1922 kam es dann zur  Vereinbarung über den Bau eines Triebwagens, für den wagenbaulichen Teil zeichnete sich die Waggonfabrik Wismar, für dem Motor und Getriebe Maybach  verantwortlich. Dieses Fahrzeug wurde auf der eisenbahntechnischen Ausstellung in Seddin vorgestellt, durch das Eisenbahn Zentralamt Berlin erworben und später bei der DRG als VT 851 eingestellt.   Ein weiterer Höhepunkt war der Bau des "Wismarer Schienenbus", mit diesem erfolgte die Einführung der elektrischen Schweißung im Triebfahrzeugbau. Durch die  damit verbundene Leichtbauweise konnte eine beträchtliche Gewichtseinsparung erreicht werden. Nach dem II.WK war der Bau weiterer Triebwagen geplant,  jedoch gingen die Anlagen der Waggonfabrik in die entstehende Schiffswerft Wismar auf. Das Vorbild Von 1926 bis 1928 wurden 15 Exemplare von der Waggonfabrik Wismar der bei der DRG als VT 853 - 861 sowie 866 - 871 bezeichnete Fahrzeuge beschafft, die  auf dem bei der Ausstellung in Seddin vorgestellten Prototypen VT 851 hervorgingen und diesem maschinell vollständig entsprachen. Bei diesem Triebwagen war  als neues Konstruktionsmerkmal der Dieselmotor auf einen Hilfsrahmen im Maschinendrehgestell gelagert und ragte in den Wagenkasten hinein (Zeichnung in "Vom vierachsigen mechanischen Dieseltriebwagen der Firmenbauart EVA-Maybach zum WUMAG-Leichttriebwagen”). Zudem waren Dieselmotor sowie Getriebe dieses  Triebwagens speziell für den Einsatz in Eisenbahnfahrzeuge entwickelt worden. Die Fahrzeuge bewährten sich gut, auch wenn im weiteren kleinere Umbauten  erfolgten.   Bei diesen Triebwagen ist ein genietetes stählernes Untergestell mit einem ebenfalls genieteten stählerenen Wagenkasten verbunden. Die Wagenkästen sind an  den Enden eingezogen und nehmen jeweils zwei nebeneinander liegende Türen auf. In die Zeit der Abnahme der Triebwagen fiel die Abschaffung der 4. Klasse.  Infolge dessen sowie der damit verbundenen Umbaumaßnahmen der bereits im Dienst stehenden Fahrzeuge fiel die Raumaufteilung der einzelnen Triebwagen sehr unterschiedlich aus. Den Einstiegsräumen schloß sich zu den Wagenenden die Führerstände an, mittig lagen die Fahrgasträume, in der Wagenmitte nochmals über eine Schiebetür und durch den Abort getrennt. Das Dach verfügt über einen oberlichtartigen Aufbau zur Aufnahme der Kühlanlage.   Die Triebwagen laufen auf zweiachsigen Drehgestellen, dabei befindet sich der Drehzapfen des Triebdrehgestelles außermittig. Im Triebdrehgestell wurde der  Maybach-Dieselmotor G 4a und das Maybach-Viergang-Getriebe T 1 untergebracht. Über Stangen wurden von einer Blindwelle beide Radsätze im Triebdrehgestell  angetrieben. Ebenso wie bei dem Prototyp VT 851 erfolgte später auch bei diesen Triebwagen ein Tausch der 110 kW/150 PS leistenden Maybach-Motore des Typs  G 4a gegen Motore vom Typ G 4b mit Hochdruckkompressor bei einer Leistung von 129 kW/175 PS.   Eingestellt wurden die Triebwagen in der Rbd Stuttgart, Elberfeld, Mainz, Schwerin sowie Osten, später wurden diese schwerpunktmäßig in Waren/Müritz (VT 853-  856, 868 und 869) und Oberlahnstein eingesetzt. Mit Kriegseinbruch zunächst stillgelegt wurden diese dann durch die Wehrmacht, vorzugsweise in Eisenbahn-  Batterien eingesetzt. Als Kriegsverluste gingen 9 der 15 Triebwagen verloren, VT 860 wurde bereits 1944 ausgemustert.   VT 859 gelangte zur DB und erhielt 1947 die Betriebsnummer VT 65 903.   4 Triebwagen gelangten zur DR und wurden bis auf VT 856 jedoch bald ausgemustert. Letzterer behielt seine ursprüngliche Betriebsnummer bei und war bis 1960  beim Bw Bitterfeld beheimatet. Mehr zum Vorbild auch auf der Home-Seite im Titelthema.  Das Modell Ein Modell des dieselmechanischen Triebwagens findet sich schon längere Zeit im Sortiment von Trix in Ausführung als Fahrzeug der DRG sowie DB. Technisch  überarbeitet wird das Modell sowohl von Trix als auch Märklin angeboten, dabei auch als Varianten ausländischer Bahnverwaltungen, entspricht optisch jedoch nicht  mehr dem heutigen Stand. Für das Modell wurde in Ausführung der DR (Epoche 3) wurde ein auf einem Tauschmarkt erworbenes unlackiertes Gehäuse erworben und  in der Farbgebung der  DR (Epoche 3) lackiert. Die Beschriftung wurde aus einzelnen Beschriftungssätzen verschiedener Anbieter zusammengesetzt, ist aber auch bei Gaßner in  Ausführung der DR erhältlich. Das Fahrwerk stammt von einem Modell in DB-Ausführung. Bei diesem erfolgt der Antrieb von einem mittig angeordneten Motor, der  über Kardanwellen beide Drehgestelle antriebt. Beim vorgestellten Modell wurde der serienmäßige Antrieb durch einen sb-Faulhaberumrüstsatz ersetzt. Das  serienmäßige Trix-Modell verfügt über eine Innenbeleuchtung, einem fahrtrichtungsabhängigen Spitzen-/Zugschlußsignal sowie einer Inneneinrichtung. Geliefert  wird das Modell in einem Karton in einer zweiteiligen Kunststoffverpackung.   VT 856 (Trix), neu lackiert , Beschriftung Gaßner  Technische Daten der Triebwagen Betriebsnummer bei der DRG VT 853 - 861, 866 - 871 Beschaffungsjahr 1926 - 28 Gattungsbezeichnung CD4vT Achsanordnung B´2´ LüP                              (mm) 21 040 Lieferfirma Wagenteil      1) Wismar               Motor Maybach               Getriebe    Maybach Sitzplätze 2./3./4. Kl - / 31 /40 Dienstmasse, unbes.   (t) 39,0 - 41,1 Antrieb Bauart Dieselmotor G 4a Dauerleistung              (kW/PS) 110 / 150    Steuerung Seilzug Leistungsübertragung mechanisch Getriebebauart T 1 Geschwindigkeit          (km/h) 60 Reichweite                   (km) 60 / 130 / 180 Modell  Hersteller Trix / Liliput     Bestellnr.         522469 1) / 133021   1)    Ausgangsmodell Auf Grundlage des von Liliput 2011 angekündigten Gepäcktriebwagen VT 10 wurde auf der Spielwarenmesse 2013 ein zeitgemäßes Modell des schweren Wismarer Dieseltriebwagens als Neuheit angekündigt. Neben dem VT 857 der Epoche 2 auch als Variante des VT 62 904 der DB mit geänderten Dach. Nach Ankündigung  dieser Neuheit setzte wie üblich in den Internetforen Diskussionen über für oder wider dieses Modells ein, in dem so manch Modellbahner das Triebwagenmodell  angesichts des nach wie vor erhältlichen Trix / Märklin-Modells als überflüssig erachten.   Eine Gegenüberstellung der Modelle zeigt beim neueren Liliput-Modell eine wesentliche feinere Ausführung der Baugruppen wie Pufferbohle, Drehgestelle und  Tritte, aber auch der Zurüsteile. Bündig eingepasste Fenster mit Rahmen des Liliput-Modells kaschieren die deutlich wahrnehmbare Gehäusestärke wesentlich  besser als bei Trix / Märklin. Zwar waren die zu öffnenden Fenster beim Vorbild mit Metallrahmen versehen, jedoch verliefen die Rahmen verdeckt im Wagenkasten.  Zu sehen war dabei die obere Rahmenkante nur bei geöffneten Fenster oder zuweilen auch bei geschlossenen Fenster und ausgeleierten Fanggurten. Ebenso  wurde beim Liliput-Modell die Regenrinne am Dach so hoch angebracht, dass diese beim Vorbild ihre Funktionalität eingebüßt hatte. VT 858 (Trix), VT 857 (Liliput) Vom Aufbau entspricht das Triebwagenmodell des VT 857 des auch beim Vorbild vom Wagenkasten ähnlich sowie in Baugruppen identischen ausgeführten, zuvor  ausgelieferten Modell des Gepäcktriebwagen VT 10. Untergebracht ist das Triebwagenmodell in einem Karton mit Schuber, in einer innenliegenden Blister-  verpackung. Von vier Seiten fixiert, ist das  Modell bei Aufbewahrung und Transport sicher geschützt. Der Antrieb erfolgt auf das mit Haftradsätzen versehene  Triebdrehgestell. Ausgerüstet ist das Modell mit einer bei Fahrtrichtung wechselndem Spitzen-/Zugschlußsignal. Mit einem Funktionsschalter kann dabei die  Signalbeleuchtung an der Kuppelstelle bei mitgeführten Wagen abgeschaltet werden. Bis auf die Luftschläuche für die Pufferbohle sind werkseitig alle Zurüstteile  montiert. Im Fahrzeugboden befindet sich ein Fach für den Decoder, der Lautsprecher für Sound wird unter dem Dach angebracht. Zur Mitführung von Beiwagen  besitzt das Modell an beiden Enden KKK-geführte Aufnahmeschächte, von Liliput mit NEM-Kupplungen bestückt.  VT 857 (Liliput)
VT 717  VT 717 VT 137 520 VT 137 520 VT 754 VT 754 VT 710 VT 710 VT 715 / 716 VT 715 / 716 VT 856 VT 856 AT 591 / 592 AT 591 / 592 VT 708 VT 708 VT 804 VT 804 VT 757 VT 757 VT 814 / 815 VT 814 / 815 VT 865 VT 865 VT 10 002 VT 10 002
DRG bis 1930
VT 856 VT 856