Home Home Entwicklung Entwicklung Länderbahn Länderbahn DRG bis 1930 DRG bis 1930 DRG ab 1932 DRG ab 1932 SVT SVT VS / VB VS / VB Literatur Literatur Links Links Impressum Impressum VT 62   VT 62 VT 135 552 VT 135 552 VT 137 044 VT 137 044 VT 133 006 VT 133 006 VT 133 522 VT 133 522 VT 133 009 VT 133 009 VT 135 535 VT 135 535 VT 135 054 VT 135 054 VT 135 050 VT 135 050 VT 137 112 VT 137 112 VT 137 058 VT 137 058 VT 137 561 VT 137 561 VT 137 198 VT 137 198 VT 137 240 VT 137 240 VT 135 062 VT 135 062 VT 135 065 VT 135 065 DT 59       DT 59 VT 135 536 VT 135 536 187 025 187 025 VT 137 251 VT 137 251 VT 137 349 VT 137 349 VT 137 329 a/b VT 137 329 a/b
DRG ab 1932
Zweiachsiger Triebwagen nach einem Bauplan von Herr (Rehse-Triebwagen) Modellbahnen in der SBZ und Anfangsjahren der DDR Nach dem Ende des II.WK gab es auf dem Gebiet der späteren DDR keinen der bekannten Modellbahnhersteller der Vorkriegszeit. Jedoch gab es  Handwerksbetriebe sowie Händler, die in der Vorkriegszeit Teile für Modelleisenbahnen herstellten bzw. herstellen ließen, ebenso Bücher über den Modellbahnbau  auflegten.   Zu ihnen gehörte seit den 30er Jahren die „Elektromechanische Werkstätten L. Herr“. In den 50er Jahren verließ die eingetragene Firmeninhaberin Luise Herr die  DDR, ihrem Sohn Kurt Hermann wurde die Generalvollmacht für das Unternehmen übertragen und firmierte ab 1957 unter unter dem Namen „L. Herr KG“. Aufgrund  der Anordnung Nr. 2 über die Behandlung des Vermögens von Personen, die das Gebiet des demokratischen Berlin nach dem 10. Juni 1953 verlassen haben,  erlosch die von Luise Herr erteilten Generalvollmacht für Kurt Hermann im Jahr 1959. Die Deutsche Investitionsbank Berlin (DIB) als bisherige Kommanditist  verwaltete ab diesem Zeitpunkt den Firmenanteil von Luise Herr. Der VEB Berliner Metallhütten- und Halbzeugwerke wurde 1961 Nachfolger der DIB als  Kommanditist, ab 1968 trat an deren Stelle der VEB Spezialprägewerke Annaberg-Buchholz. Im Zuge der Verstaatlichungswelle in der DDR wurde das Unter-  nehmen “L. Herr KG” mit Wirkung zum 31. März 1972 aufgelöst.  In den 1950er Jahren begann Herr als erstes ostdeutsches Unternehmen die Herstellung von Modellen in Plastspritzguß. 1954 stellte das Unternehmen mit dem  EMW 340/2 das erste aus Polystyrol gefertigte Modellfahrzeug in der Nenngröße H0 in der DDR vor. Modelle der Personenwagen Bi 24 und Bi 33 sowie des  Gepäckwagens Pwi 32 wurden seit den 1960er Jahren hergestellt und hielten sich bis 1991 im Programm von Piko. Legendär waren die Anfang der 60er Jahre  gemeinsam mit Gerhard Walter entwickelten Modelle der sächsischen Schmalspurbahn in der Nenngröße H0. Neben Modelleisenbahnen und Zubehör wurden auch Zeichnungen für Eisenbahnmodelle angefertigt. Auch hier arbeitete Herr eng mit anderen Herstellern zusammen. In Leipzig hatte Heinrich Rehse bereits 1912 ein Geschäft eröffnet, gehörte 1936 zu den Mitbegründern des “Vereins für Modelleisenbahn Leipzig”. Im gleichen Jahr  trat der Sohn Heinrich Wilhelm Rehse als gelernter Kaufmann und Mechaniker in das Geschäft, wurde ein Sortiment für den Selbstbau von Triebfahrzeugen sowie  Wagen angeboten. Nach dem Krieg wurde das Programm um Bausätze für Triebfahrzeuge (E 18, E 44, E 94, “Fliegender Hamburger”), aber auch von Personen-  sowie Güterwagen erweitert. Mitte der 60er Jahre hörte dann die Firma “Heinrich Rehse” auf zu existieren.   Das Modell Zu den gesuchten Raritäten aus dieser Zeit gehören zweifelsohne die Bausätze sowie Fertigmodelle von Rehse. Waren die E-Loks auch zu DDR-Zeiten recht  bekannt, rückte das Modell des weniger bekannten 2-achsigen Triebwagens erst nach Ende der DDR, mit dem Erscheinen von Sammlerkatalogen (Mikado,  Battenberg) in den Blickpunkt von Sammlern. Die zuweilen erbaut angebotenen Modelle sind in ihrer Qualität entsprechend der Zeitumstände von zumeist  schlechter Ausführungsqualität, ungebaute Bausätze erreichen beim Verkauf/Auktionen Höchstpreise. Angeboten wurden die Bausätze unmotorisiert, Antriebsteile  für den Triebwagen wurden ergänzend angeboten.     Modell des Rehse-Triebwagen (ohne Antrieb)     Foto: Berberich Anstelle eines Rehse-Modells konnte ein Bauplan eines 2-achsigen Triebwagens von L. Herr aus dem Jahre 1946 erworben werden. Nahezu mit dem Rehse-  Triebwagen identisch, unterscheidet sich nur bei den Zurüsteilen (Anbringung der Griffstangen, Form der Dachlüfter) sowie der Darstellung der Regenrinne beim  gegossenen Dachs. Verwunderlich ist diese Übereinstimmung angesichts der zuvor beschriebenen Umstände jedoch nicht. Erstaunlich bei den Rehse-Modellen,  ebenso den Bauzeichnungen von Herr war ihre Modelltreue. Während es andere Modellbahnhersteller mit den Größenverhältnissen beim “Spielzeug” Eisenbahn  noch nicht so genau nahmen, stimmten bei Rehse und Herr die Maßstäbe! Aus heutiger Sicht ist es nur schwer nachvollziehbar, dass sich in einer Zeit, in der das tagtägliche Überleben noch im Mittelpunkt stand, sich dennoch mit dem  Hobby Modellbahn zu beschäftigen. Deshalb sollte dieses Modell auf dieser Homepage nicht fehlen, obwohl ansonsten nur Modellnachbildungen realer Vorbilder  hier ihren Platz finden.  Beim Nachbau sollte im wesentlichen der Baustil jener Zeit eingehalten werden, wurde auf eine Überarbeitung des Bauplanes, einer weiteren möglichen  Detailierung verzichtet. Das Fahrwerk ebenso wie das Gehäuse entstanden aus Messingblech, Zurüstteile (Puffer, Radsatzblenden) stammten teils von älteren Pico-  Modellen, wurden teils (Dachlüfter, Kupplung) selbst gefertigt. Auch auf eine nicht sichtbare Unterbringung des Antriebes wurde angesichts der zu diesen Zeiten  doch recht voluminösen Motore verzichtet, für den 1-Achsantrieb wurde auf Teile von Piko zurückgeriffen. Die Farbgebung erfolgte nach Angaben des Bauplanes,  auch wenn diese entsprechend den damaligen Möglichkeiten bei den wenigsten Modellen so umgesetzt wurde. Im Gegensatz zu den Farben waren Angaben zur  Beschriftung sind im Bauplan nicht vorhanden, bis auf das DR-Eigentumszeichen wurde deshalb auf diese verzichtet. Obwohl nahezu baugleich mit dem Rehse-Triebwagen wirkt das nach dem Herr-Bauplan entstandene Modell auf Grund des flacher ausgeführten Daches optisch  wesentlich schlanker bzw. länger. Mehr zum Bau des Modells findet sich Forum Alte Modellbahnen, (Unterforum DDR Modellbahn).  2-achsiger Triebwagen (Eigenbau)   Zweiachsiger Dieseltriebwagen VT 135 536 (Epoche 3) - Das Vorbild? Im Gegensatz zu den anderen Triebfahrzeugmodellen von Rehse sowie Herr (Zeichensätze), deren Vorbilder recht bekannt waren und als Modell die entsprechende  Bezeichnung erhielten, wurde dieses Fahrzeug lediglich als “2-achs. Triebwagen” bezeichnet. Abgesehen von den Verkürzungen der Fahrzeuglängen gaben die  Zeichnungen von Herr sowie Rehse konkrete Vorbilder wieder. Deutlich erkennbar als Triebwagen leichter Bauweise scheiden jedoch wegen der sich verjüngenden  Farzeugenden Triebwagen der Reichsbahnbauart aus. 1939 wurden für die Gardelegen-Neuhaldensleben-Werflinger Kleinbahn vier 2-achsige Dieseltriebwagen von der Waggonfabrik Dessau als Triebwagen 51- 53  sowie 61 erbaut. Diese gelangten dann als VT 135 536 - 539 zur DR. Während die einmotorigen Triebwagen VT 135 536 - 538 bis 1970 ausgemustert wurden,  erhielt der 2-motorige Triebwagen noch die Bezeichnung als 186 028 und war bis Mitte der 70er Jahre im Einsatz. Abbildungen dieser Fahrzeuge finden sich u.a. in  “Die “6000er” der Deutschen Reichsbahn” (EK-Verlag). Technische Daten der Triebwagen Betriebsnummerbei der GHW, 51 - 53, 61      bei der DR  135 536 - 539 Beschaffungsjahr 1939 Hersteller       Waggonfabrik Dessau AG Gattungsbezeichnung CivT  Achsanordnung A1-dm   (61: B-dm) LüP       (mm) 13 470 Modell 1)  137,0 (12 330) Achsstand    (mm)   7 000    72,0       (6 480)  Sitzplätze, 3. Kl.  56       Antrieb  Dieselmotor 7,5 T (61: 2 x OM 67/3)  Leistung                      (kW/PS)  78 / 110 (61: 2 x 73 / 105)  Getriebe Mylius, mechanisch Geschwindigkeit    (km/h)  65 (61: 73)  Dienstmasse, unbes.  (t) 18 (61: 20)  1) Nenngröße 00 (1:90), nicht heutigen Nenngröße     nach BRMSB (England) im M 1:76,2
VT 135 536 VT 135 536