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Akkumulatortriebwagen der Bauart Reichsbahn AT 591/592 (Epoche 3) Das Vorbild Nach Gründung der Reichseisenbahnen wurden die Arbeiten der Preußisch-Hessischen Staatseisenbahnen auf dem Gebiet der Speichertriebwagen fortgesetzt. Die Triebwagen der Gattung AT 3 hatten sich bewährt, galten als betriebsicher und leicht bedienbar, nachteilig waren jedoch das hohe Sitzplatzgewicht und der Raum-  bedarf der Batterien.   Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit wurden 1926 von der Wumag, Siemens und Accumulatorenfabrik A.G. neue Triebwagenzüge entwickelt, die aus je zwei kurz-  gekuppelten Triebwagen bestanden. Die Batterien waren nunmehr in Kästen unterhalb des Wagenkastens zwischen den drei Achsen untergebracht, die Batterie-  kästen bildeten mit den Langträgern eine tragenden Einheit, auf ein Sprengwerk konnte damit verzichtet werden. Die mittig angeordnete Achse mit Gleitlager war  seitenverschiebbar. Das genietete Kastengerippe bildete verbunden mit den Langträgern ebenfalls tragendes Element, war außen mit Stahlblech verkleidet. Kurz-  gekuppelt und mit Faltenübergänge waren die Wagenhälften verbunden, in den Wagenhälften mit gerader Betriebsnummer waren der Abort, in denen mit ungerader  Nummer das Postabteil angeordnet. Anfänglich verfügten die Triebwagen über Großabteile der 3. sowie 4. Klasse. Nach Abschaffung der 4. Klasse wurden die Fahr- zeuge recht unterschiedlcih umgebaut. Die Anordnung von Abort sowie Postabteil am Kuppelende machte die Anordnung der Einstiege an den eingezogen  ausgeführten Wagenenden erforderlich. Abgetrennt wurden Einstiegsräume von den Führerstände und den Fahrgasträumen durch Trennwände, der hintere  Führerstand wurde zugleich als Gepäckraum genutzt. Erhielten die zwei Triebwagen der Vorserie noch eine von außen zu beschickende Presskohleheizung wie die  Wittfeld-Triebwagen, wurden die folgenden Fahrzeuge mit einer Koks-Warmwasserheizung ausgerüstet. In den Batteriekästen unterhalb der Wagenkästen sowie in den Vorbauten konnten 168 Batteriezellen des Typs 9 TM 450 mit 225 kWh für einen Fahrbereich von  200 km untergebracht werden. Dieser konnte später nach Tausch auf Batterien 11 TM 450 auf 250 km erweitert werden. Angetrieben wurden die Triebwagen über 2  eigenbelüftete Tatzlagermotore. Die Steuerung erfolgte bei den ersten beiden Triebwagen über eine Schützensteuerung mit elf Fahrstufen, damit war eine Viel-  fachsteuerung möglich. Diese wurde bei den folgenden Serienfahrzeugen unter Verzicht der Vielfachsteuerung als einfachere Fahrschaltersteuerung ausgeführt. Die zwischen 1926 und 28 gelieferten Fahrzeuge wurden als AT 581/582 - 615/616 bezeichnet, beide Vorserienfahrzeuge gelangten zur Rbd Halle. Die nach-  folgenden Serienfahrzeuge kamen zu den Rbd Frankfurt/M, Erfurt, Essen, Karlsruhe und München.   Nach dem Krieg blieben 11 Fahrzeuge bei der DB und wurden dort als ETA 179 bezeichnet.   Fünf Fahrzeuge gelangten zur DR und behielten ihre alten Nummern. Die zur DR gelangten Fahrzeuge verkehrten hautsächlich im Raum Gotha, bis auf  AT 591/592  erhielten sie bei Überholungen neue Batterieraumdeckel  an den Vorbauten sowie neue Dachlüfter der Bauart Kuckuck. AT 589/599 blieb erhalten und wird durch  den Thüringer Eisenbahn Verein äußerlich aufgearbeitet. Das Modell Das Modell des Akkumulatortriebwagens AT 591/592 der DR ist aus einem Bausatz von Weinert entstanden. Die Teile des Bausatzes bestehen hauptsächlich aus  Weissmetall, die Zurüstteile aus Messing. Das somit recht schwere 2-teilige Modell verfügt über zwei, mit Haftreifen versehene Einachsantriebe, wahlweise mit  Mabucci- oder Faulhabermotor. Verbunden werden beide Wagenteile über eine kulissengeführte feste Deichsel, die in zwei Längen je nach Anlagenradien dem Bau- satz beiliegen. Die trennbare elektrische Verbindung erfolgt über Microstecker. Eine Signal- sowie Inenbeleuchtung ist für das Modell bausatzseitig nicht vorhanden,  muß bei Bedarf selbst installiert werden. Eine Inneneinrichtung gehört ebenfalls nicht zum Bausatz, kann aber wie bei anderen Weinert-Modellen als Zurüstsatz aus  Weissmetall erworben werden. Beschriftungssätze liegen dem Bausatz in Ausführung der DRG sowie DB bei. Die Beschriftung als AT 591/592 der DR ist nicht  Bestandteil des Beschriftungsatzes, wird jedoch von Ostmodell angeboten. Inzwischen hat Weinert auch einen Bausatz in der Ausführung der DR, jedoch als Modell  mit den Bauartänderungen bei der Generalüberholung durch die DR im Angebot. AT 591/592 (Bausatz Weinert) Technische Daten der Triebwagen Betriebsnummer bei der DRG AT 581/582 - 615/616 Beschaffungsjahr 1926 - 28 Gattung Achsanordnung 2 A + A 2 LüP                              (mm) 29 220 Lieferfirma Wagenteil       Wumag/Wegmann/Gastell                   Motor Siemens Sitzplätze  2./3. Kl. 14 / 80 Dienstmasse, unbes.   (t) 69,8 Antrieb Bauart 2 / Elektromotor Dauerleistung              (kW) 86 Steuerung Fahrschaltersteuerung Geschwindigkeit          (km/h) 60 - 70 Modell  Hersteller Weinert   Bestellnummer   1) 4031     1)    Ausgangsmodell
VT 717  VT 717 VT 137 520 VT 137 520 VT 754 VT 754 VT 710 VT 710 VT 715 / 716 VT 715 / 716 VT 856 VT 856 AT 591 / 592 AT 591 / 592 VT 708 VT 708 VT 804 VT 804 VT 757 VT 757 VT 814 / 815 VT 814 / 815 VT 865 VT 865 VT 10 002 VT 10 002
DRG bis 1930
AT 591 / 592 AT 591 / 592